Willkommen im Osten Frieslands!

Wichtige Informationen für eine Bootstour auf der Friesischen Torfroute

Bootsmaße
Auf der Friesischen Torfroute gibt es für die Freizeitschifffahrt einige Einschränkungen.
Höchstmaße
Länge: 28 m
Breite: 5 m
Tiefgang: max. 1,10 m (neu: 1,30 m auf dem Trajekt Oosterwolde-Smilde)
Durchfahrhöhe:
max. 3,25 m, 3,70 m, 4 m
(siehe auch unten bei “Trajekte und Durchfahrhöhen”)
Höchstgeschwindigkeit
Erlaubte Höchstgeschwindigkeit: 6 km/Std
Öffnungszeiten Kanäle
16. Mai bis einschl. 15. September 2017.
Gebührenfreie Bedienung und Selbstbedienung
Die Bedienung der Brücken und Schleusen entlang der Friesischen Torfroute ist kostenlos (Ausnahme einige Drehbrücken: Diese müssen Sie selbst auf– und zudrehen).
Bedienungszeiten
Montag bis einschl. Samstag von 9.30-16.30. Sonn- und Feiertage keine bedienung. Bedienung vom 1. Juli bis einschl. 31. Augustus (Hochsaison) auch Sonntags.

 

 

Turfroute legenda

Legende bei Karte Friesische Torfroute (Die Legende können Sie hier herunterladen)

Zugang:
Die Torfroute ist kostenlos zugänglich. Auf einigen Örter sind Liegegebühren verschuldet, wie im Passantenhafen in Oldeberkoop, “De Uutwiek”. In Appelscha und Donkerbroek muß für das Gebrauch der Sanitäranlagen ein geringer Betrag bezahlt werden. Das trifft auch zu für die dort verfügbaren Stromversorgung.
Routenkarte
Auf den Seiten 20 und 21 dieser Broschüre finden Sie eine Karte, auf der die Routen, alle Schleusen und Brücken, sowie die Zufuhrkanäle eingezeichnet sind.
Trajekte und Durchfahrhöhen
1. Opsterlandse Compagnonsvaart
Die Strecke von Gorredijk über Donkerbroek zur Schleuse III (bei De Tsjonger) umfasst 20 km mit 4 Schleusen, 22 beweglichen Brücken und 1 feste Brücke (max. Höhe 4 m).
2. Schleuse III-Smilde (Drenthe)
Die Strecke von Schleuse III über Appelscha zur Drentse Hoofdvaart bei Smilde umfasst 14 km mit 5 Schleusen, 12 beweglichen Brücken und 1 feste Brücke (max. Höhe 3.70 m).
3. Tjongerkanaal Heerenveen-Mildam-Schleuse III
Die Strecke von Mildam zur Opsterlandse Compagnonsvaart bei Schleuse III umfasst 20 km mit 3 Schleusen, 3 beweglichen Brücken und 4 feste Brücken (max. Höhe 3.70 m).
Achtung! Die Eisenbahnbrücke bei Heerenveen ist 3,25 m hoch.
Haustiere
Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr(e) Haustier(e) niemanden stören. Hunde müssen bei Liegeplätzen und in Häfen immer an der Leine bleiben. Hundekot bitte sofort aufräumen.
Lärm
Besucher der Torfroute lieben die Ruhe. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihre Musikgeräte oder andere Lärmquellen keine Lärmbelästigung für Ihre Mitmenschen darstellen.
Beschwerden, Tipps
Mit Fragen, Bemerkungen oder Beschwerden bezüglich der Bedienung der Schleusen und Brücken oder der Zugänglichkeit der Wasserwege bitte den Schleusenwärter oder Hafenmeister des Passantenhafens ansprechen.
Sie können uns auch mailen:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder die Provinz Fryslân anrufen unter der Tel.nr. +31 (0)58 - 292 86 66.

Ausführliche Information über die Turfroute und die Region finden Sie auf den Website:
www.turfroute.nl

Die Friesische Torfroute

Auf den Spuren der Moorherren, Torfstecher und -schiffer

 Die Friesische Torfroute ist eine weltweit einzigartige historische Schifffahrtsroute. Sie umfasst ein ausgestrecktes Kanalsystem mit Schleusen und Brücken im Südosten Frieslands (Niederlande) und wurde zwischen 1630 und 1830 für den Torftransport angelegt. Torf, getrockneter Moorboden, war bis 1900 ein äußerst wichtiger Brennstoff in den Niederlanden, danach wurde er von der Steinkohle verdrängt.

Die sogenannten Kompagnons, ein Zusammenschluss von Moorherren, organisierten den Torfabbau im ausgestreckten friesischen Tief- und Hochmoorgebiet um Heerenveen, Gorredijk und Appelscha. Der wichtigste – und auch bekannteste – Kanal, der ausgegraben wurde, ist die Opsterlandse Compagnonsvaart: Von Gorredijk bis Appelscha, an der Grenze zur Provinz Drenthe gelegen, insgesamt 34 km lang. Auch der teilweise kanalisierte Fluss De Tjonger, der von Oosterwolde in westliche Richtung nach Schoterzijl und Kuinre an der früheren Zuiderzee fließt, gehört zur Torfroute. Darüber hinaus wurden zur Erschließung des Gebietes zahlreiche kleinere Kanäle angelegt, die “Wijken” (niederländisch) bzw. “Wiken” (friesisch).

Torfroute verdient einen Platz auf der Unesco-Welterbe-Liste

Stiftung De Nije Kompanjons
Im Jahr 1974 wurden in Gorredijk Stimmen laut, die ein Zuschütten der Opsterlandse Compagnonsvaart, die quer durch das Dorf verläuft, und die Anlage eines Entwässerungskanals um das Dorf herum befürworteten. Aus dem Wasserweg im Dorf sollte ein Parkplatz werden. Glücklicherweise setzte sich Pater Leo van Ulden von der örtlichen katholischen Gemeinde dafür ein, dass dieser Plan nicht verwirklicht wurde. Er befürchtete eine Vernichtung der Identität und des kulturhistorischen Erbgutes. Die Stiftung De Nije Kompanjons wurde daraufhin ins Leben gerufen.

Seit dem Gründungsjahr 1974 hat sich die Stiftung für die Befahrbarkeit der Wasserwege und eine deutliche Verbesserung der Angebote am Ufer eingesetzt. Die Schifffahrroute war schon einige Male von der Schließung bedroht; das letzte Mal erst vor kurzem. Die Stiftung konnte dies jedoch verhindern.

Provinzübergreifend
Heutzutage ist die sehr sehenswerte Friesische Torfroute Teil eines viel größeren Netzes von Wasserwegen in Friesland, Drenthe und Overijssel, die alle bereits vor Jahrhunderten für den Torftransport mit dem Schiff angelegt wurden. Genau genommen verdient die Torfroute den Status eines Welterbes und sollte auf der Liste der kultur- und naturhistorischen Denkmäler der UNESCO aufgenommen werden. Eigentlich ist es ein Wunder, dass die Torfroute vom Untergang gerettet werden konnte.

www.turfroute.nl